Kinostart: „Reseba – The Dark Wind“ von Hussein Hassan

Am 5.April 2018 startet mîtosfilm den Spielfilm „Reseba – The Dark Wind“ von Hussein Hassan im Kino. Seine Deutschlandpremiere hatte der Film beim Internationalen Filmfestival Mannheim-Heidelberg, wo er mit dem Hauptpreis des Festivals ausgezeichnet wurde.

„Reseba“ erzählt von einem jesidischen Paar, Reko und Pero, dessen Vorbereitungen für die Hochzeitsfeier ein jähes Ende nehmen, als der sogenannte Islamische Staat ihren Heimatort in der Shingal-Region angreift. Pero und viele andere junge Frauen werden entführt und auf dem Sklavenmarkt verkauft. Reko, der während des Überfalls nicht im Dorf war, macht sich auf die Suche nach Pero – und es gelingt ihm mit der Unterstützung von Peros Familie schließlich auch, seine Verlobte ausfindig zu machen und sie zurück zur Familie zu bringen. Diese lebt mittlerweile in einem Flüchtlingslager der UN. Doch ein normales Leben ist für schwer traumatisierte Frauen wie Pero kaum möglich. Ein Besuch in dem für die Glaubensgemeinschaft der Jesiden heiligen Ort Lalesh lässt Pero erstmals wieder Hoffnung schöpfen.
Der Film thematisiert mit der Figur von Pero die kaum vorstellbare Not von Frauen, die Opfer sexualisierter Gewalt in Kriegen werden - so wie hier bei der Aggression des sogenannten Islamischen Staates, der einen Genozid an den Jesiden plante, aber auch in anderen Konflikten, sei es in Ruanda, im Jugoslawienkrieg, im Ost-Kongo oder in Myanmar.
„Der deutsch-irakischen Film ‚Reseba – The Dark Wind‘ steht stellvertretend für das Schicksal Tausender Frauen, die von den IS-Terroristen verschleppt und versklavt wurden.“ urteilte SWR 2 anlässlich der Vorführung des Filmes beim Filmfestival Frauenwelten in Tübingen und epd-film schreibt über den Film: „Hussein Hassans neue Regiearbeit ist zum einen ein Dokument von Kunstproduktion unter schwierigsten, ja lebensgefährlichen Bedingungen, das direkt Partei ergreift für Jesiden und Kurden. Zum anderen werden hier die Massaker an Jesiden und die Situation der Geflüchteten im Irak authentisch dokumentiert und durch die Mitwirkenden beglaubigt.“
Der Film wurde aus Mitteln des Kirchlichen Entwicklungsdienstes in der Produktion gefördert und EZEF plant, gemeinsam mit mîtosfilm eine DVD-Herausgabe des Filmes für die Bildungsarbeit nach seiner Kinoauswertung.

Termine mit Filmgesprächen mit dem Regisseur Hussein Hassan und/oder dem Produzenten Mehmet Aktaş:

02.April 2018 / BERLIN / Soho House
03./04.April 2018 / KIEL / Kino in der Pumpe
03.April 2018 / BERLIN / Babylon Mitte / 19.30 Uhr
04.April 2018 / KÖLN / Filmforum / 20.00 Uhr
05.April 2018 / HAMBURG / 3001 Kino
07.April 2018/ HANNOVER / Kino im Künstlerhaus
08.April 2018 / BERLIN / fsk Kino
09.April 2018 / BERLIN / Eiszeit Kino
22.April 2018 / OLDENBURG / Cine K
03.Mai 2018 / ESSLINGEN / KoKi

Weitere Informationen finden Sie auf der Seite des Verleihs: http://www.mitosfilm.com