Arbeitshilfe

Alptraum im Fischerboot - Afrikas Flüchtlinge und Europas Fischereipolitik

Ein Film von Klaus Martens & Michael Grytz, Deutschland 2007
59 Min., Dokumentarfilm
Der Film ist ein Beitrag auf der DVD "Unterwegs in die Zukunft – 12 Filme zum Thema Zukunftsfähiges Deutschland in einer globalisierten Welt"

Inhalt
Das Gesicht eines erschöpften Mannes in Großaufnahme. Gestrandete Flüchtlinge aus Westafrika, die von kampierenden Touristen an einem kanarischen Strand notdürftig versorgt werden. Überbleibsel von Kleidungsstücken und Kochgeschirr in abgewrackten Holzbooten. Die Aufnahmen zu Beginn des Filmes zeugen vom Schicksal Zehntausender Flüchtlinge, die in den vergangenen Jahren die gefährliche Reise über den Atlantik angetreten sind. Viele haben die Überfahrt auf die beliebten Urlaubsinseln nicht überlebt.
Schnitt. Großmarkt Dortmund – einer der wichtigsten Handelsplätze für Fisch in Deutschland. „Auch im Fischhandel ist ganz klar zu erkennen: Die Welt ist ein Dorf. Der Deutsche will immer mal wieder was Neues haben. Der möchte dann was haben, das den Touch des Exotischen hat“, erklärt ein Fischhändler, warum hier immer mehr Meerestiere aus westafrikanischen Gewässern verkauft werden. Außerdem gibt es schon lange nicht mehr genug Fisch. Nicht in der Nordsee und auch nicht im europäischen Mittelmeer. Hoch gerüstete Fangflotten der Europäischen Union werfen ihre Netze deshalb vor den Küsten Westafrikas aus.
Die Autoren der TV-Reportage lassen Fischer in Mauretanien und Senegal zu Wort kommen, begleiten illegale Trawler und Schiffe der Küstenwache bei der Arbeit, besuchen die Frauen und Müttern ertrunkener Flüchtlinge, interviewen Minderjährige in Auffanglagern und sprechen mit EU-Politikern und Lobbyisten. „Alptraum im Fischerboot“ schildert in eindrucksvollen Bildern, was die Lust nach „Exotischem“ für die Menschen in Westafrika bedeutet und wie die EU-Fischereipolitik mit viel Geld die lokalen Märkte zerstört. Viele Kleinfischer sehen keinen anderen Ausweg, als die gefährliche Flucht nach Europa anzutreten.
Auch die jungen Männer aus dem senegalesischen Küstendorf Cayar haben es mindestens schon einmal versucht. Sie erzählen, wie sie mit ihren traditionellen Holzbooten, den Pirogen, immer weiter hinaus fahren mussten, um dennoch immer weniger Fisch zurückzubringen. „Früher hat eine Piroge hier einen ganzen Haushalt versorgt, drei Mahlzeiten am Tag, heute schaffen das nicht einmal sechs Pirogen,“ erklärt einer der Fischer. Jetzt sind  die Männer arbeitslos. Denn draußen auf dem Meer fängt die mächtige Konkurrenz Garnelen, Tintenfische und Barsche für die europäischen Märkte und zerstört damit die Lebensgrundlage der Küstenbewohner.
Um die Flucht auf die Kanarischen Inseln zu finanzieren, haben die ehemaligen Kleinfischer und ihre Familien meist alles verkauft. Sie beschreiben die lebensgefährliche Überfahrt in den einst für die Küstenfischerei genutzten Booten. Bis zu zwei Wochen verbrachten sie in mit bis zu 150 Personen völlig überbesetzten Booten auf hoher See. Viele der Flüchtlinge haben die 1000 Kilometer weite Überfahrt nicht überlebt, gingen über Bord, sind verdurstet oder an Infektionen gestorben. Zurück bleiben Witwen und Waisen. „Alptraum im Fischerboot“ zeigt eine Gruppe von 350 Frauen, die sich zusammengetan haben, um sich gegenseitig zu helfen. Sie sprechen von den verlorenen Männern, von Kindern, die nun in Armut und ohne ihre Väter aufwachsen müssen.
Besuch im Auffanglager auf Teneriffa: Drei traumatisierte Jungen berichten von den Grauen der Flucht und über die Scham, dem Vater, der fast 600 Euro für die Überfahrt ausgegeben hat, bald wieder mittellos unter die Augen treten zu müssen. Und sie sprechen von ihren Bemühungen, angesichts ihrer schlechten Erfahrungen andere von der Flucht abzuhalten. Viele der Flüchtlinge sind Kinder und Jugendliche, sie dürfen auf den Kanarischen Inseln bleiben, bis sie 18 Jahre alt sind, dann werden auch sie wieder in den Senegal abgeschoben.
Das Land hat mit Spanien ein Rückführungsabkommen abgeschlossen. Über Aufklärungskampagnen und durch das Mitwirken bei der EU-Grenzschutzagentur Frontex versucht die senegalesische Regierung, die Migration ihrer Bürger und Bürgerinnen zu verhindern. Auch andere Initiativen kümmern sich darum, die Menschen über die Gefahren der Überfahrt zu informieren. Die Autoren des Filmes besuchen „Radio Oxyjeune“, einen kleinen Sender am Stadtrand von Dakar. Dort kommen junge Leute selbst zu Wort und berichten darüber, wie sie auf dem Weg auf die Kanaren nur knapp dem Tode entkommen sind. „Man wirft einfach Geld heraus, man zahlt und hofft, einen Menschen in Europa zu finden, der einem Arbeit gibt,“ erklärt der junge Mann am Mikrofon. Dennoch sind die Migranten für den westafrikanischen Staat von Bedeutung. Zehn Prozent seines Staatseinkommens erhält der Senegal durch die Rücküberweisungen seiner in Europa lebenden Staatsbürger.
Die Gewässer vor dem Senegal sind längst überfischt. Verantwortlich dafür sind nicht nur die immensen Fangquoten subventionierter EU-Kutter, sondern auch aggressive Fangmethoden und illegale Fischerei. Aufnahmen auf einem chinesischen Trawler zeugen von den Tonnen an unerwünschtem Beifang, der als Abfall tot wieder ins Meer geworfen wird. Der gesamte illegale Fang wird direkt auf hoher See an ein spanisches Schiff übergeben und landet so wieder auf den Märkten Europas. Die Kamera ist live mit dabei, als der Deal abgewickelt wird.
Eines der letzten fischreichen Gebiete der Erde liegt vor Mauretanien. Hunderte Trawler der europäischen Flotte fangen dort jährlich Fisch im Wert von über 1,5 Milliarden Euro. Dem Land bleibt davon jedoch lediglich eine Lizenzgebühr von 86 Millionen Euro pro Jahr. Auch an der Wertschöpfung durch Weiterverarbeitung und Handel, die den Fisch noch wertvoller machen, sei das Land nicht beteiligt, klagt ein Beamter aus dem Fischereiministerium. Der grüne EU-Abgeordnete Frithjof Schmidt kritisiert im Film eine „Interessenspolitik für eine große Fischereiflotte“. Zudem verweist er auf einen Widerspruch der europäischen Fischereipolitik. „Wir bauen auf der einen Seite Entwicklungsprojekte in diesen Ländern auf, um Kleinfischer zu unterstützen, auf der anderen Seite schicken wir große Fangschiffe, die den kleinen Fischern, die wir unterstützen, die Fische wegfangen.“ Der EU-Vertreter in Mauretanien Geza-Strammer besteht jedoch darauf, dass man ein partnerschaftliches Abkommen ausgehandelt habe und spricht von „erwachsenen Verhandlungen von gleich zu gleich“. Ein spanischer Lobbyist drängt sogar auf erweiterte Fangrechte.
Doch die Kontrolleure der mauretanischen Küstenwache schaffen es jetzt schon kaum, die Laichgebiete vor der Gier der schwimmenden Fischfabriken zu schützen. „Es ist ein bisschen wie im Krieg zwischen den Fischtrawlern und unseren Überwachungsschiffen“, meint der Kapitän eines Kontrollschiffes, das von Geldern der deutschen Entwicklungszusammenarbeit finanziert wird. Auch hier verursachen die engmaschigen Netze erheblichen Beifang, der die Fischbestände über kurz oder lang erheblich reduzieren wird. Die traditionelle, nachhaltige Fischerei mit Segelbooten hat gegen diese Konkurrenz keine Chance. „Unsere Technik kann da nicht mithalten,“ erklärt ein Fischer, der an der Küste wie seit Jahrhunderten mit grobmaschigen Netzen arbeitet und jeden Fisch verwendet, den er fängt. Wie im Nachbarland Senegal sind auch an der mauretanischen Küste die Folgen dramatisch: Die regionale Fischereiindustrie, ihre Arbeitsplätze und die Infrastruktur verfallen, die Menschen verarmen, viele sind bereits geflüchtet. Europa jedoch wird sie wieder zurückschicken, ist nicht an ihnen interessiert. Europa interessiert sich für ihre Ressourcen.

Würdigung und Kritik
Schon der Titel verweist auf die beiden großen Themen der TV-Reportage. Ein Alptraum ist die lebensgefährliche Fahrt über den Atlantik in den überfüllten ehemaligen Fischerbooten. Ein Alptraum ist für die Bevölkerung auch die existenzbedrohende Überfischung ihrer Gewässer, die ein Grund dafür ist, dass die Menschen ihre Pirogen für die Flucht nach Europa umrüsten. Mit eindrucksvollen Bildern und überzeugenden Interviews gelingt es dem Film, die Mitverantwortung der verhängnisvollen EU-Fischereipolitik für die Migration westafrikanischer Kleinfischer nach Europa und damit auch zahlreicher Toter aufzuzeigen.
„Alptraum im Fischerboot“ legt zugleich die fragwürdigen Machtverhältnisse innerhalb der Europäischen Union offen. Der Film arbeitet gut heraus, wie kritische Nachfragen des EU-Entwicklungsausschusses im Interesse der europäischen Fischindustrie vom EU-Fischereiausschuss abgebügelt werden. Dem Argument, die Fangflotten würden Arbeitsplätze für die einheimische Bevölkerung schaffen, nimmt er durch die Darstellung der prekären Bedingungen der Arbeiter auf den Trawlern den Wind aus den Segeln.
Dramatische Bilder von der Strandung völlig erschöpfter Bootsflüchtlinge auf den Kanarischen Inseln schaffen gleich in der ersten Szene Mitgefühl und Betroffenheit. Puzzleartig erschließt die Dokumentation dann über die Montage zahlreicher Schauplätze und Gespräche die Zusammenhänge zwischen Migration und Überfischung und stellt so den Bezug zu den Konsumenten her. Die gelungene Kameraführung an allen Drehorten schafft Nähe und sensibilisiert das Publikum für die sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Folgen ungerechter Handelsbeziehungen.
Wer im Film zu kurz kommt sind die Frauen. Viele von ihnen haben ihre Söhne und Ehemänner verloren. Im Film sind sie als trauernde Mütter und Witwen zu sehen, die sich gegenseitig unterstützen, um zu überleben. Ihre aktive Rolle im Fischgeschäft, bei der Verarbeitung und Konservierung vor Ort, lässt die Momentaufnahme zweier Frauen im Hafen von Cayar kaum ahnen.
Auch die europäische Grenzschutzagentur Frontex findet nur unkritisch Erwähnung. Stolz berichtet der senegalesische Planungsminister von der Kooperation seines Landes mit der EU-Behörde, um zu verhindern, dass Bürger und Bürgerinnen das Land verlassen. Zum Schutz seiner Außengrenzen bindet die EU jedoch nicht nur die Herkunftsländer ein, sondern ist auch mit Schnellbooten und Hubschraubern aktiv unterwegs, um die Flüchtlinge schon auf dem Atlantik abzufangen. Aufgrund der verschärften Überwachung und Militarisierung nehmen Flüchtlinge immer längere und gefährlichere Routen in Kauf, um nach Europa zu gelangen. Die Frage nach einer radikalen Wende in der EU-Migrationspolitik wird nicht gestellt.

Hintergrundinformationen
Festung Europa
Die Europäische Union hat in den letzten Jahren die Abwehrmaßnahmen gegen Migranten an ihren Außengrenzen verschärft. Nach dem Sturm Tausender Einwanderer auf den Zaun der spanischen Exklaven Ceuta und Melilla im Herbst 2005 schützt nun dort ein sechs Meter hoher Doppelzaun Europa vor dem Andrang der afrikanischen Einwanderer.
Auf dem Mittelmeer und dem Atlantik patrouillieren Marine und Grenzpolizei, um Flüchtlingsboote schon weit vor Europa abzufangen. Für die operative Zusammenarbeit an ihren Außengrenzen hat die EU 2004 die Grenzschutzagentur Frontex geschaffen. Mauretanien, Marokko, Tunesien, Mali und später auch Libyen und Algerien wurden zu Transitländern erklärt. Sie haben sich verpflichtet ihre Grenzen mit finanzieller Hilfe aus Europa zu kontrollieren und illegale Migration zu bekämpfen. Rückführungsabkommen verpflichten die Herkunftsländer dazu Migranten, die illegal nach Europa gelangen wollten, wieder aufzunehmen.
Im Rahmen der „Operation Hera“ waren Frontex-Schiffe im Seegebiet zwischen Westafrika und den Kanarischen Inseln im Einsatz. Eigenen Angaben zufolge stoppte Frontex im Jahr 2008 insgesamt 5.410 Migranten und transportierte oder eskortierte sie auf Grundlage bilateraler Abkommen Spaniens zurück nach Mauretanien oder Senegal.
Die Menschenrechtsorganisation Pro Asyl wirft der EU vor Schutzsuchenden keinen gefahrenfreien Zugang zu gewähren. Die Frontex-Einsätze würden die Risiken einer Flucht hochtreiben. Die Wege würden länger und gefährlicher. Dies schlage sich in einer dramatisch steigenden Rate von Todesfällen im Mittelmeer und im Atlantik nieder. Frontex agiere zudem in einer rechtlichen Grauzone. Das Abfangen und Abdrängen von Menschen auf hoher See sei rechtswidrig. Durch diese Praxis entstünden menschenrechtsfreie Zonen. Auch auf hoher See und auf Schiffen von Frontex-Verbänden müssten die Schutzstandards der Genfer Flüchtlingskonvention und der Europäischen Menschenrechtskonvention gelten. Schutzsuchende hätten das Recht, in einen europäischen Hafen gebracht zu werden, und auf ein faires Asylverfahren.

Migration in Zahlen

  • Im Jahr 2008 landeten etwa 70.000 Bootsflüchtlinge an den europäischen Küsten.
  • Mindestens 1.502 Flüchtlinge sind im Jahr 2008 an den Grenzen der Europäischen Union gestorben. Die Dunkelziffer ist hoch.
  • Insgesamt starben seit 1988 an den Grenzen der Europäischen Union über 14.000 Einwanderer, darunter über 10.000 Bootsflüchtlinge.
  • Weltweit sind im Durchschnitt 10 bis 15 Prozent aller Migranten illegalisiert. Für Deutschland variieren die Schätzungen zwischen 100.000 und einer Million illegalisierter Personen.
  • Der Frontex-Etat steigt rasant an: Von 35 Millionen Euro im Jahr 2007, verdoppelt er sich im Jahr 2008 auf 70 Millionen Euro. Im Jahr 2009 stehen dafür 90 Millionen Euro zur Verfügung.
    Quellen: UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR, Fortress Europe, Pro Asyl, Internationale Arbeitsorganisation ILO

Senegal
Senegal liegt im äußersten Westen Afrikas. Im Norden trennt der Grenzfluss Senegal das Land vom Nachbarstaat Mauretanien, im Süden liegen Guinea und Guinea-Bissau. Östliches Nachbarland ist Mail. Im Senegal leben ca. 13 Millionen Menschen, davon sind über die Hälfte unter 18 Jahre alt. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung hat weniger als zwei US-Dollar pro Tag zur Verfügung. 20 Prozent der Bevölkerung sind unterernährt. Mehr als 70 Prozent der Erwerbstätigen arbeiten in der Landwirtschaft. Aufgrund des ariden Klimas kann jedoch nur wenig Land für den Anbau genutzt werden, lediglich im Senegal-Tal und an den nördlichen Küstenstreifen gibt es Bewässerungslandwirtschaft. Hauptprobleme sind die schlechte Qualität der Böden, unregelmäßige Regenfälle sowie Überweidung und Abholzung. Die Küstengewässer leiden unter Überfischung. Weil die Landwirtschaft die Menschen nicht mehr ernähren kann, wandern viele in die Städte ab. Ein Kernproblem ist die hohe Arbeitslosigkeit, insbesondere bei Jugendlichen.

Fischereiwirtschaft allgemein
Umwelt- und Entwicklungsorganisationen fordern schon seit Jahren eine radikale Umkehr in der Fischereipolitik. Ursachen des Fischereidramas sind nicht nur die hohen Fangquoten, auch aggressive Techniken, illegale Fischerei und die riesigen Beifangmengen belasten die Ökosysteme der Ozeane immens. Industrielle Kutter sind meist auf den Fang und die Verarbeitung von wenigen Fischarten spezialisiert. Die Methoden sind jedoch selten so selektiv, dass nur die gewünschte Zielfischart- oder Größe gefangen wird. Ein Großteil dessen, was ungewollt in den Netzen hängen bleibt, wird tot oder verletzt gleich wieder über Bord geworfen. Dieser Beifang beträgt in der kommerziellen Fischerei je nach Fangmethode zwischen fünf und fast hundert Prozent. Für die größten Beifangmengen ist die tropische Garnelenfischerei verantwortlich. Auf ein Kilo Garnelen kommen bis zu 20 Kilo Beifang.
Verbraucher können sich an Einkaufsratgebern von Umweltorganisationen orientieren, um einen Überblick zu bekommen, welche Fischarten nicht durch Überfischung gefährdet sind. Auch das blaue Siegel des „Marine Stewardship Council“ kann weiterhelfen. Für die Vergabe wird die ökologische Nachhaltigkeit des Wildfangs geprüft. Auf dem deutschen Markt sind ca. zehn Prozent des verbrauchten Fisches mit dem MSC-Ökolabel gekennzeichnet. Die Umweltorganisation Greenpeace kritisiert jedoch die zu frühe Vergabe des Siegels im Verlauf der Zertifizierung. Der Evangelische Entwicklungsdienst fordert von der Politik noch einen zweiten Schritt. Kleinfischer vor Ort sollen faire Preise für ihre Ware auf dem internationalen Markt erzielen können. Zuvor gelte es jedoch die Ernährung der heimischen Bevölkerung zu sichern.

EU-Fischereipolitik in Westafrika
Das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) schätzt, dass rund 80 bis 90 Prozent des Fischfangs vor Westafrika nicht von einheimischen Schiffen betrieben wird. Neben EU-Trawlern sind dort zunehmend auch asiatische Schiffe präsent. Um diese Fischgründe zu erreichen subventionierte die EU den Ausbau einer europäischen Fischereiflotte. Der Ausverkauf für den Senegal begann 1979 mit dem Fischereiabkommen mit der Europäischen Union. Für 16 Millionen Euro jährlich konnten die EU-Hightech-Trawler in senegalesischen Hoheitsgewässern ihre Netze auswerfen. Die Bestände von fünf untersuchten Fischarten gingen in den vergangenen 15 Jahren um 75 Prozent zurück. Im selben Zeitraum verdoppelten sich die Fischereiaktivitäten. Im Jahr 2006 lief die europäische Fanglizenz aus. Senegalesische Kleinfischer hatten gegen eine Neuauflage des EU-Abkommens protestiert, da für sie nur noch die Jungfische in den küstennahen Fanggebieten geblieben waren. Der Niedergang ihrer Existenzgrundlage fördere die Migration nach Europa, so ihr Vorwurf schon damals. Allein im Senegal gibt es 47.000 Fischer, 15 Prozent der Arbeitsplätze hängen direkt oder indirekt von der Fischereiwirtschaft ab. So auch die Arbeitsplätze vieler Frauen, die aus dem Landesinneren in die Küstendörfer kommen. Sie spielen beim Zwischenhandel und der Konservierung des Fisches eine wichtige Rolle. Fehlt der Fisch, fehlt auch den Frauen das Einkommen. Weil senegalesische Fischer kaum noch Geld mit der Fischerei verdienen können, rüsten viele ihre Boote um und vermieten sie an Schlepper, die Flüchtlinge aus Westafrika für ca. 600 Euro auf die Kanarischen Inseln bringen oder machen sich selbst auf den Weg nach dort.
Mauretanien ist das wichtigste Vertragsland für die EU-Fischereipolitik. Mitte 2006 trat das aktuelle Abkommen in Kraft, es läuft am 31.Juli 2012 aus. 305 Millionen Euro zahlt die EU zwischen 2008 und 2012, damit rund 200 Schiffe unter der Flagge von zwölf EU-Staaten ihre Netze auswerfen können. Davon sollen jährlich 16,25 Millionen Euro für die Modernisierung der mauretanischen Flotte, den Ausbau der Infrastruktur in den Häfen und an Land sowie der Schaffung von Kapazität zur Vermarktung mauretanischer Fischereierzeugnisse zugute kommen. Neben dem Erzbergbau und der Landwirtschaft ist die Fischerei der wichtigste Wirtschaftszweig Mauretaniens, auch EU-Entwicklungsgelder sollen den Sektor stärken.
Für Kritiker ein Absurdum: Die schwimmenden EU-Fischfabriken sind hoch subventioniert und fischen die mauretanischen Gewässer leer, während in Mauretanien mit Entwicklungsgeldern eine örtliche Fischindustrie aufgebaut wird. Dann hätten die mauretanischen Fischer zwar moderne Verarbeitungsanlagen aber ohne Fische würden die Arbeitsplätze verloren gehen.

Fischerei in Zahlen

  • Zwischen 2004 und 2006 ist der Anteil der überfischten oder bis an die biologischen Grenzen ausgebeuteten Fischbestände weltweit von 77 auf 80 Prozent gestiegen.
  • Die wirtschaftlichen Verluste durch Überfischung werden auf ca. 40 Milliarden Euro pro Jahr geschätzt.
  • Zu den am stärksten bedrohten Arten zählen Riesenhaie, Kabeljau, Seehecht, Granatbarsch und Roter Thunfisch. Bis zu zwei Drittel ihrer Bestände sind überfischt oder bereits zusammengebrochen.
  • Im Lauf der letzten 30 Jahre hat sich die Nachfrage nach Fischprodukten verdoppelt. Bis 2020 wird ein jährlicher Zuwachs von 1,5 Prozent erwartet.
  • Die Fischproduktion stieg von 93,6 Millionen Tonnen im Jahr 1998 auf 143 Millionen Tonnen im Jahr 2006.
  • 2,6 Milliarden Menschen decken ihren Bedarf an tierischem Eiweiß durch Fisch.Der Lebensunterhalt von 200 Millionen Menschen hängt ganz oder teilweise vom Fischfang und den an ihn angeschlossenen Industriezweigen ab.
    Quellen: Fischereiberichte der UN-Welternährungsorganisation (FAO), World Resources Institute, World Wide Fund of Nature (WWF), Weltbank

Bezug zur Studie „Zukunftsfähiges Deutschland“: Thematische Stichworte/ Kapitel
Zu Recht wurde die TV-Reportage 2009 mit dem Filmpreis des Evangelischen Entwicklungsdienstes zum Thema „Zukunftsfähiges Deutschland in einer globalisierten Welt“ ausgezeichnet. Der Film stellt mit eindrucksvollen Bildern wichtige Aussagen der gleichnamigen Studie dar. Zur Vertiefung der Themen bieten sich folgende Stichworte an.
Biodiversitätskrise: Seit der Industrialisierung ist der Druck auf die Ökosysteme der Erde immens gewachsen. Erst der Einsatz moderner Technik und entsprechende Infrastruktur ermöglichten die von Menschen verursachte Überausbeutung von Verbrauchsgütern wie Wasser, Holz, Getreide oder Fisch aus den Ökosystemen. Die biologische Vielfalt ist in Gefahr.
(Studie: „Zukunftsfähiges Deutschland in einer globalisierten Welt“, A Ausgangslagen, Fossile Krise und Biodiversität S.46-51)
Ungleicher Ressourcenverbrauch: Nicht jeder Mensch auf der Erde eignet sich die natürlichen Ressourcen im gleichen Maße an. Diese Ungleichheit versucht der so genannte ökologische Fußabdruck zu ermessen. Er erfasst die Inanspruchnahme von Umwelt und Ressourcen pro Bewohner eines Landes in einem einheitlichen Flächenindex. Dort fließt der Verbrauch von Wald, Weideland, Fisch sowie Kohle, Erdöl, Gas und Uran ein.
(ebd.: A Ausgangslagen, Die globale Ressourcenklemme, S.72-77)
Bedrohte Existenzrechte: Ungleiche Aneignung natürlicher Ressourcen findet nicht nur global zwischen Industrie- und Entwicklungsländern statt, sondern wiederholt sich auch in den Entwicklungs- und Schwellenländern zwischen reichen und armen Bevölkerungsschichten. Staudämme liefern z.B. Strom für die erhöhte Nachfrage aus Städten und Unternehmen, ihr Bau bedeutet jedoch Vertreibung und somit den Verlust der Existenzgrundlage für Kleinbauern.
(ebd.: A Ausgangslagen, Globalisierung von Reichtum und Armut, S.82-83)
Ressourcenkonflikte: Wem gehören die Ressourcen eigentlich? Und wer hat zu welchem Preis Zugang, wenn diese Güter knapp sind? An der Ressourcenfrage spitzt sich die Frage nach globaler Gerechtigkeit zu. Schon jetzt werden Kriege um Öl und Gas geführt, auch um das knappe Wasser kommt es zu gewalthaften Konflikten. Um die Ressourcennachfrage der transnationalen Verbraucherklasse zu befriedigen werden zunehmend auch Natur- und Lebensräume in Mitleidenschaft gezogen, die für das Überleben ärmerer Bevölkerungsgruppen unabdingbar sind.
(ebd.: A Ausgangslagen, Ressourcenkonflikte, S.84-87)
Gastrecht für alle: „Gastrecht für alle“ ist eines der Leitbilder, das die Studie formuliert. Es zielt auf die Verwirklichung von Weltbürgerrechten ab. Das Schicksal der senegalesischen Fischer ist kennzeichnend für die Lage der Armen der Welt, ihre Lebenssituation ist mitgeprägt von den Bedürfnissen der Bevölkerung reicher Länder. Um den Menschenrechten volle Geltung zu verschaffen ist ein Kurswechsel in der Außen- und Wirtschaftspolitik nötig, die Deutschland und Europa gegenüber den benachteiligten Ländern der Welt betreiben.
(ebd.: C Leitbilder, Gastrecht für alle, S.186-198)
Menschenrechte: Laut der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte hat jeder Mensch das Recht ein würdiges Leben zu führen. Neben den bürgerlichen Rechten sind damit auch wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte gemeint. Staaten tragen deshalb auch außerhalb ihres Territoriums Verantwortung für die Einhaltung dieser Menschenrechte, so sind sie z.B. auch verpflichtet soziale und ökologische Schäden zu unterbinden, die von Produktionsprozessen, Auslandsinvestitionen, Privatisierung oder finanziellen Transaktionen ausgehen. Auch transnationale Unternehmen stehen in der Pflicht.
(ebd.: C Leitbilder, Menschenrechte für Weltbürger, S.198-206)
Migration: Teilhabe an wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Entwicklungen und an politischen Entscheidungen ist ein Menschenrecht, das für alle gilt, also auch für Einwandernde. Die Realität in Deutschland sieht jedoch anders aus. Fremdenfeindlichkeit und Rassismus sind gesellschaftlich weit verbreitet und auch die Politik zeichnet mit rigiden gesetzlichen Regelungen im Bereich Asyl. Migration und Einbürgerung für Ausgrenzung verantwortlich. Eine Gesellschaft der Teilhabe braucht dringend eine neue Asyl- und Migrationspolitik
(ebd.: C Leitbilder, Gesellschaft der Teilhabe, S. 260-262)
Urbane Räume für Integration und gerechte Teilhabe: Allein in Deutschland gibt es schon über 80 interkulturelle Gärten, die Migranten und Migrantinnen zusammen mit Deutschen pflegen. Zum Repertoire der gemeinsamen Aktivitäten gehören auch Bildungsarbeit, Kultur- und Sportveranstaltungen oder Sprach- und Computerkurse.
(ebd.: C Leitbilder, Gesellschaft der Teilhabe, S. 265)
Andere anerkennen: Die Anerkennung neuer Bürger und Bürgerinnen ist unerlässlicher Bestandteil einer demokratie- und menschenrechtstauglichen Globalisierung. Voraussetzung dafür sind gründliche Gesetzesreformen hinsichtlich der Anerkennung von Asyl- und Migrationsgründen, eine radikal andere Verwaltungspraxis und eine öffentliche Sprache der Auf- und Annahme. (ebd.: C Leitbilder, Gesellschaft der Teilhabe, S. 274)
Gemeingüter: Die Studie fordert eine nachhaltige Wirtschaftsordnung, die ein Bündnis mit der natürlichen und sozialen Umwelt eingeht und niemandes Privateigentum ist, sondern Gemeingut. Gemeingüter sollen wertgeschätzt werden, sowie Sitz und Stimme haben. (ebd.: C Leitbilder, Die ganze Wirtschaft, S.278-282, S.288-292)
Schutz der biologischen Vielfalt: Globale Übereinkünfte sollen nicht nur den Frieden zwischen den Menschen und globale, soziale Gerechtigkeit gewährleisten, sondern auch das Verhältnis zur Umwelt neu bestimmen. Ein Instrument dafür ist die 1992 verabschiedete Biodiversitätskonvention, Sie beabsichtigt nicht nur die biologische Vielfalt zu erhalten und die biologischen Ressourcen nachhaltig zu nutzen, sondern legt auch fest, dass über die innerhalb eines staatlichen Hoheitsgebietes vorkommenden Ressourcen die jeweiligen Staaten die volle Regelungsgewalt haben. (ebd.: E Übereinkünfte global, Biologische Vielfalt, S.469-475)
Öko-Faire Wertschöpfung: In öko-fairen Wertschöpfungsketten wird eine umfassende Qualität der Produktion durch alle beteiligten Akteure gesichert. In die öko-fairen Preise fließen ökologische und soziale Kosten ein, die bei der Herstellung von Produkten entstehen. Priorität haben die Achtung international vereinbarter Arbeits- und Menschenrechte, Sozialverträglichkeit und die Erhaltung der Ökosysteme. (ebd.: E Übereinkünfte global, Öko-Faire Wertschöpfung, S. 484-494)
Handelsregeln ändern: Zu den globalen Übereinkünften für eine zukunftsfähige Gesellschaft zählt auch das Fair Play im Welthandel. Auch hier gilt es die Regeln zu ändern. Bislang werden Handelsströme nur nach ihrem monetären Wert, nicht aber nach ihrer sozialen und ökologischen Qualität bewertet. (ebd.: E Fairness im Welthandel, S. 512-537)
Strategisch konsumieren: Auch Verbraucher können durch ihr Kaufverhalten mitbestimmen. Achtsame Kunden haben den Zusammenhang zwischen Welthandel und globaler Gerechtigkeit im Blick und wählen regionale Bio-Labels und fair gehandelte Produkte. (ebd.: F Engagement vor Ort, Achtsam leben, S. 570-577)

Der Film eignet sich hervorragend für die Arbeit mit dem Modul „Fischereiwirtschaft“ aus der Mappe „Den Kurs wechseln – neue Wege gehen – Zukunft fair teilen“ für die Gemeindearbeit. Das Heft thematisiert die EU-Fischereipolitik und ihre Folgen für die Bevölkerung westafrikanischer Länder. Auch im Aktionsheft „Ernährung“ aus der der Aktionsmappe „Mach mal Zukunft“ für die Jugendarbeit geht es um den Fischkonsum. Der Film ergänzt die Materialien um das Thema Migration.

Didaktische Hinweise / Vorschläge zum Einsatz
Der Film „Alptraum im Fischerboot“ eignet sich besonders für die Erwachsenenbildung und die entwicklungsbezogene Bildungsarbeit, er kann in Seminaren und bei Abendveranstaltungen gezeigt werden. Er kann aber auch gut in Schulen, vor allem in der Sekundarstufe II eingesetzt werden. Mit entsprechender Vorbereitung kann der Film auch jüngeren Schülerinnen und Schülern gezeigt werden. Zudem eignet er sich für Auszubildende in der Gastronomie.

Vorschläge für die Nacharbeit zum Film:

  • Diskussion über das Zitat von Elie Wiesel, Überlebender des Holocausts, Schriftsteller und Friedensnobelpreisträger: „Ihr sollt wissen, dass kein Mensch illegal ist. Das ist ein Widerspruch in sich. Menschen können schön sein oder noch schöner. Sie können gerecht sein oder ungerecht. Aber illegal? Wie kann ein Mensch illegal sein?“
  • Welche Assoziationen werden mit dem Wort „illegal“ geweckt?
  • Recherche in Zeitung, Internet, Radio und Fernsehen: Welche Begriffe werden in der Berichterstattung über Flüchtlinge benutzt? Unterschied der Begriffe„Illegale Einwanderer“ – „Illegalisierte Menschen“ - „Menschen ohne gültige Aufenthaltspapiere“ diskutieren.
  • Gespräch über die Begriffe: „Flüchtling“, „Ausländer“, „Migrant“, „Illegaler“, „Asylsuchender“, „Aussiedler“. Wo liegen die Unterschiede, wo die Gemeinsamkeiten in den Bezeichnungen? Welche Bilder und Zuschreibungen werden transportiert?
  • Gespräch über die rechtliche Lage von Flüchtlingen und Asylsuchenden in Deutschland bzw. in der Europäischen Union. Dazu Vertreter einer Flüchtlings- oder Menschenrechtsorganisation einladen.
  • Besuch lokaler Organisationen, die zum Thema Flucht und Migration arbeiten: Fragen wie viele Asylsuchende es in der eigenen Region gibt, wie und warum sich die Anzahl in den letzten Jahren verändert hat, woher die Flüchtlinge kommen und warum sie geflüchtet sind.
  • Einen Brief an einen der Jugendlichen im Auffanglager auf den Kanarischen Inseln schreiben: Welche Fragen haben wir zu ihrem Leben? Was möchten wir ihnen von uns erzählen? Was wünschen wir uns für ihre und unsere Zukunft?
  • Auf Schnuppertour beim Fischhändler und im Bioladen gehen: Welche Fischarten werden angeboten? Wo wird welcher Fisch gefangen? Preisvergleiche zwischen exotischen und einheimischen Fischsorten anstellen.
  • Wie können natürliche Ressourcen nachhaltig genutzt werden? Welche Maßnahmen sind dafür notwendig – in der EU-Politik, bei der Fischzucht, bei Fischhändlern, beim eigenen Konsum? Jede Person überlegt sich eine konkrete Maßnahme.
  • Eine Verhandlungsrunde mit allen Akteuren des Filmes inszenieren: Kleinfischer und Händlerinnen, westafrikanische Politiker, Jugendliche und Frauen, EU-Politiker aus Fischerei- und Entwicklungsausschuss, Lobbyist. Eine weitere Person sollte die Konsumenten vertreten.
  • Eine Rede vorbereiten zum Thema „Überfischung - Tragik der Allmende“ Hilfreich ist die Recherche zu den Begriffen „Beifang“, „Fangmethoden“, „Biodiversität“ und „Gemeingüter“.

Fragen bzw. Themen für das Filmgespräch

  • Wer war schon einmal auf den Kanarischen Inseln?
  • Hat jemand bei der Gelegenheit etwas von der Flüchtlingstragödie mitbekommen?
  • Warum flüchten Menschen aus Westafrika nach Europa?
  • Warum suchen deutsche Staatsangehörige Arbeit in anderen Ländern?
  • Welche Dokumente brauchen deutsche Staatsangehörige, um auf die Kanarischen Inseln oder in den Senegal zu reisen?
  • Welche Papiere brauchen Menschen aus dem Senegal, um in die Europäische Union zu reisen?
  • Wem gehören die Ozeane und die Fische?
  • Wie könnte eine nachhaltige Nutzung aussehen?
  • Welche Rechte und welche Pflichten bringt das mit sich?
  • Haben Konsumenten Einflussmöglichkeiten beim Fischkauf?

Literatur- und Medienhinweise, Links
Literaturhinweise

  • Zukunftsfähiges Deutschland in einer globalisierten Welt. Ein Anstoß zur gesellschaftlichen Debatte. Eine Studie des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt, Energie. Hrsg.: Brot für die Welt, Evangelischer Entwicklungsdienst, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, Frankfurt/Main 2008
  • INKOTA-Brief Nr. 141, Migration heute - die Welt in Bewegung, September 2007
  • Zeitschrift „Weltsichten“ 02-2009: Titel: Zum Schuften in die Fremde
  • Klaus Brinkbäumer: Der Traum vom Leben. Eine afrikanische Odyssee, Fischer Verlag, 2006
  • Gabriele del Grande: Mamadous Fahrt in den Tod: Die Tragödie der irregulären Migranten im Mittelmeer, Loeper Literaturverlag, 2008
  • Immer der Arbeit nach - Migration im Zeitalter der Globalisierung, Edition LE MONDE diplomatique No.5, taz Verlag, Berlin 2008
  • Artikel: „Die Fischer von Cayar“ in chrismon plus rheinland, 05/2009, S. 34-44
  • Fischereiwirtschaft – eine Arbeitshilfe für die Gemeindearbeit zur Studie „Zukunftsfähiges Deutschland in einer globalisierten Welt“; Hrsg.: Brot für die Welt, eed (ebenfalls auf der DVD „Unterwegs in die Zukunft enthalten)
  • Aktionsheft „Ernährung“ aus der Aktionsmappe „Mach mal Zukunft“ für die Jugendarbeit zur Studie „Zukunftsfähiges Deutschland in einer globalisierten Welt“, Herausgeber: Arbeitsgemeinschaft der evangelischen Jugend in Deutschland und BUNDJugend, August 2009
  • Bericht: „Fisch in Teufels Küche“, 2008 vom WWF Deutschland
  • „Krieg gegen die Fische“, Artikel auf dem CommonsBlog von Silke Helfrich, http://commonsblog.wordpress.com/2009/06/02/krieg-gegen-die-fische/
  • Mayer-Tasch, Peter Cornelius (Hrsg.): „Meer ohne Fische? Profit und Welternährung“, Campus Verlag, 2007
  • Clover, Charles: “Fisch kaputt“, Riemann Verlag, München, 2005

Links:

Filme:

  • Arlit, zweites Paris
    (Arlit, deuxieme Paris)
    Regie: Idrissou Mora-Kpai, Frankreich / Benin 2005, 78 Min., Dokumentarfilm, DVD
  • Der blinde Passagier
    (Le Clandestin)
    Regie: José Laplaine; Kongo 1996, 15 Min., Spielfilm
  • Blinder Passagier
    (De Verstekeling)
    Regie: Ben van Lieshout, Niederlande 1997, 90 Min., Spielfilm
  • Hühnerwahnsinn
    Regie: Marcello Faroggi, Kamerun/Deutschland 2007; Dokumentarfilm, 30 Min.
  • Leben außer Kontrolle. Von Genfood und Designerbabies
    Regie: Bertram Verhaag und Gabriele Kröber; Kanada, Indien, Deutschland, 2004, Dokumentarfilm, 95 Min.

 

Autorin: Kristin Gebhardt